Herzrhythmusstörungen – mit dem EKG gut erkennbar

Herzrhythmusstörungen werden oftmals nicht erkannt. Es sei denn, es treten die typischen Symptome, wie “Herzschlag bis zum Hals”, Herzstolpern oder auch das Aussetzen des Herzschlags selbst in gehäufter Form auf.

Grundsätzliches

Es gilt, dass die Anzeichen zwar im Auge gehalten werden müssen, aber eine Vielzahl von Menschen mit der Herzschwäche problemlos leben können und wirklich erst dann eine größere Untersuchung notwendig wird, wenn das Herzstolpern die Lebensqualität beginnt zu beeinflussen. Der Hausarzt wird bei den ersten ernst zu nehmenden Signalen mit einem Langzeit-EKG den aktuellen Herzrhythmus prüfen, um dann zu entscheiden, welche Maßnahmen er für notwendig hält.

Langzeit-EKG – lästig, aber äußerst effektiv

Das Langzeit-EKG gehört zu den wichtigsten Diagnoseinstrumenten bei Herzrhythmusstörungen. Um ein relativ genaues Bild über die Veränderungen der Herzfrequenz über den Tag verteilt zu erhalten, legt in der Regel der Hausarzt dem Patienten das Langzeit-EKG für einen Zeitraum zwischen achtzehn und vierundzwanzig Stunden an. Im Anschluss hat er die Möglichkeit die Kurve, die das EKG-Gerät während dieser Zeit angefertigt hat, auszuwerten. Hat er aufgrund einer Unregelmäßigkeit oder besonderen Rhythmusänderungen des Herzschlags zum Beispiel in den Ruhefasen Zweifel, dass eine sichere Diagnose so möglich ist und er den Patienten richtig behandeln kann, wird er in jedem Fall als Herzspezialisten den Kardiologen hinzuziehen.

Langzeit-EKG und Herzmonitor

In der Regel bekommt der Patient zur Feststellung des Herzrhythmus ein normales Blutdruckmessgerät angelegt. Die Manschette, die relativ stramm am linken Oberarm befestigt wird, bläst sich im Zehnminutenrhythmus auf, ermittelt beim Ablassen der Luft sowohl den systolisch arteriellen, als auch den diastolisch arteriellen Druck und errechnet während der Prozedur auch noch gleichzeitig den Herzschlag pro Minute. Während der Nacht ist so ein Blutdruckgerät etwas unangenehm, denn zum einen wird der Patient entsprechend verkabelt und zum anderen sind die alten Geräte zwar zuverlässig, aber leider verhältnismäßig groß. Hinzu kommt, dass das Aufblasen der Manschette alle zehn Minuten bis zum Endpunkt bei den meisten Patienten zu einem unruhigen Schlaf führt. Die wenigsten Träger sind in der Lage damit die Tiefschlafphase zu erreichen. Dieser Punkt wird bei der Analyse der Herzkurve mit einkalkuliert.

Neue Modelle sind komfortabler

Die neuen Geräte für ein Langzeit-EKG sind deutlich komfortabler, sie sind klein und kompakt und arbeiten über Funk. Im Gegensatz zu den alten Geräten, die die Herzströme im Grunde nur alle zehn Minuten erfassen konnten, sind die neuen Langzeit-EKGs in der Lage permanent aufzuzeichnen. Der Patient kann so seinem normalen Tagesablauf folgen, das Bild des Herzrhythmus wird exakter. Das Einzige, was vom Patienten als Mithilfe erwartet wird, ist die genaue Aufzeichnung der Tätigkeiten während des Tages. Hierbei muss der Patient jedes eingenommene Medikament, sowie anstrengende Tätigkeiten dokumentieren.

Herzmonitor

Eine Besonderheit unter den neuen EKG-Geräten stellen die sogenannten implantierbaren Herzmonitore dar. Dieses Gerät, das Ähnlichkeiten mit einem simplen, aber extrem flachen USB-Stick aufweist, wird dem Patienten etwas über dem Herzen unter die Haut gesetzt. Exaktere Aufzeichnungen des Herzrhythmuses sind kaum mehr möglich, jede noch so kleine Veränderung wird registriert. Diese Geräte ermöglichen eine besonders genaue Diagnose und daraus resultierend, eine entsprechende Therapie.

Bild gefunden bei: RB-Pictures – Fotolia

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