Herzinfarkt – ein Übel der Industrienationen

Im Gegensatz zu vielen anderen Zivilisationserkrankungen tritt der Herzinfarkt fast nur in den Industrienationen auf, die Ursache ist ein Absterben von Stücken des Herzmuskels, in der Regel aufgrund von Durchblutungsstörung, die länger als zwanzig Minuten anhalten.

Auslöser

Ausgelöst wird das Absterben, also der Infarkt, meistens durch eine Engstelle in einem der Herzkranzgefäße oder ein Blutgerinnsel, dass eine Arterie verstopft. Natürlich stellen sich viele Menschen die Frage, ob man einem Herzinfarkt vorbeugen kann, was in Grenzen durchaus möglich ist, doch eine Garantie dafür gibt es nicht. Selbst junge Menschen sind vor der Krankheit nicht gefeit, die Ursachen vielfältig, aber teilweise durchaus abstellbar.

Definition des Herzinfarktes

Die Statistik der Todesursache in den Industrienationen führt der Herzinfarkt an, wobei England und Ungarn die Spitzenreiter sind, dicht gefolgt von Skandinavien, Deutschland und Österreich sowie der Schweiz und Frankreich. Es gibt zwar keine genaue Definition, die immer gilt, doch im Allgemeinen wird der Begriff in der Wissenschaft gebraucht, wenn ein Absterben von Herzmuskelzellen vorliegt. Während des Infarktes kommt es häufig zu Herzrhythmusstörungen, bei einem sogenannten stillen Infarkt, also leichtem Herzinfarkt, zu Kammerflimmern, in manchen Fällen auch zum Sekundenherztod.

Unterschiedliche Definitionen

Interessanterweise definieren die Rettungsdienste den Herzinfarkt anhand von Symptomen, wie starken Schmerzen im Brustbereich, Oberbauch, in Armen und Schultern oder auch im Unterkiefer, häufig in Verbindung mit Brechreiz oder Erbrechen, sowie Schweißausbrüchen und einer Veränderung des EKG. Für Pathologen liegt der Herzinfarkt dann vor, wenn makroskopische oder auch mikroskopische Gewebeveränderungen gefunden werden, die Intensivmedizin nutzt die Möglichkeiten der Labordiagnostik und die Epidemiologen schließen auf Herzinfarkt zum Beispiel bei einer Leichenschau oder aufgrund von Krankenhausunterlagen. Beim Herzinfarkt treten immer irreparable Schäden in den Gefäßen auf, so dass eine pathologische Bestimmung, zum Beispiel, ob der Tote in seinem Leben mehrere Infarkte hatte, exakt erfolgen kann, denn nicht immer zeigen die Patienten Symptome für ihre Erkrankung oder merken, dass sie gerade einen leichten Herzinfarkt hatten.

Herzinfarkt – eine Krankheit, die nicht zwangsläufig entstehen muss

Die fünf Hauptursachen für den Herzinfarkt sind Nikotin- und Alkoholmissbrauch, Diabetes, Bluthochdruck, familiäre Belastungen und eine entweder ererbte oder erworbene Störung des Stoffwechsels. Gegen die ererbten Risikofaktoren ist der Mensch machtlos, doch gegen Alkohol, Nikotin, Zuckerkrankheit, sofern sie keine organische Ursache hat, und Bluthochdruck lassen sich Vorkehrungen treffen.

Risikofaktoren

Eine der häufigsten Ursachen für Bluthochdruck und Diabetes sind eine falsche Ernährung und das in vielen Fällen daraus resultierende Übergewicht. Oftmals fehlt die Zeit für eine ordentliche, gesunde Mahlzeit, zwischen den Terminen wird am Imbissstand schnell etwas gegessen, dann weitergehetzt. Der Stress, der durch Job und ungesunde Lebensweise entsteht, zählt ebenfalls zu den Risikofaktoren für einen Herzinfarkt. Erstaunlicherweise ereignen sich vierzig Prozent der Infarkte zwischen sechs Uhr und zehn Uhr morgens, ein besonders risikolastiger Tag ist der Montag. Bei Frauen gehört die Kombination aus Pille, Strass und Nikotin zu den extrem gefährlichen Verbindungen, bei Männern legen häufiger Alkoholgenuss und Nikotin oftmals die Grundlagen für die lebensgefährliche Krankheit, selbst wenn sie schlank sind. Gesunde Ernährung, falls nötig Gewichtsreduktion sowie viel Bewegung und Einschränkung oder Verzicht auf Nikotin und Alkohol, können einen Infarkt vielleicht nicht verhindern, aber zumindest das Risiko senken.

Bild gefunden bei: Finetti – Fotolia

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