Nach wie vor gehört der Herzinfarkt zu den häufigsten Todesursachen in den Industriestaaten, obwohl die absolute Anzahl der Todesfälle infolge eines Herzinfarktes seit Jahren rückläufig ist. Dies ist wohl auf eine bessere medizinische Aufklärung zurückzuführen. Welche präventiven Maßnahmen aber sind besonders wichtig, damit das Herz bis ins hohe Alter gesund bleibt?
Wie können altersunabhängige Risikofaktoren minimiert werden?
Besonders ein hoher Nikotinkonsum belastet das Herz-Kreislaufsystem in hohem Maße und kann zu einer Verkalkung der Arterien führen. Die Herzfrequenz beschleunigt sich, ebenso wie die Blutgerinnung. Dies begünstigt die Bildung einer Thrombose. Außerdem wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Wer also auf die Gesundheit seines Herzens wert legt, sollte sich einen Gefallen tun und das Rauchen aufgeben. Auch ein zu hoher Blutdruck kann auf Dauer einen Herzinfarkt auslösen, da er dazu führt, dass der Herzmuskel geschädigt wird. Das Herz kann seine Pumpbewegungen nicht mehr richtig ausführen und es kommt zu Herzrhythmusstörungen. Auch ein hoher Blutdruck kann auf Nikotinkonsum zurückgeführt werden, in manchen Fällen sind auch ein übermäßiger Alkoholgenuss oder ein sehr hoher Körperfettanteil die Ursache. Letztendlich sollten der Gesundheit zuliebe alle Risikofaktoren, also Alkohol- und Nikotinkonsum, Übergewicht, Bluthochdruck und Bewegungsmangel von vorne herein eingeschränkt und bekämpft werden, denn alle diese Faktoren bedingen sich gegenseitig und begünstigen eine Erkrankung des Herzens. Ganz wichtig ist außerdem der richtige Umgang mit Stress. Führt dieser nämlich zur physischen und psychischen Dauerbelastung, so können Depressionen und andere psychosomatische Krankheiten auftreten. Forschungen zeigen, dass sich eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen negativ auf den Blutdruck auswirken kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die bereits durch eine Herzerkrankung vorbelastet sind. Wer also bereits unter Bluthochdruck leidet und sehr stressanfällig ist, der sollte möglichst mit Hilfe von Entspannungstechniken und ausreichend Bewegung einen Ausgleich schaffen. Gleiches gilt für Menschen, die beruflich stark eingespannt sind. Grundsätzlich ist es besser, dem Körper in Krisenzeiten eine Auszeit zu gönnen, als eine ernsthafte Herzerkrankung oder gar einen Herzinfarkt zu riskieren.
Maßnahmen, die das Herz auch im Alter gesund erhalten
Ab dem 60. Lebensjahr steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, deutlich an. Nach wie vor sind Männer eher betroffen als Frauen. Etwa 45 Prozent der Menschen, bei denen ein Infarkt auftritt, sind über 75 Jahre alt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Personen in diesem Alter leiden viel häufiger an Erkrankungen, welche die Entstehung eines Herzinfarktes begünstigen, beispielsweise an Nierenerkrankungen und Diabetes. Diese Erkrankungen müssen medikamentös behandelt werden, um das Risiko von Folgeerscheinungen zu minimieren. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Menschen ab dem 60. und ganz besonders ab dem 70. Lebensjahr regelmäßig ihren Arzt aufsuchen, um alle nötigen Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. Das gilt auch für Senioren, die sich körperlich fit fühlen, denn nicht alle Krankheitssymptome können auf den ersten Blick als solche identifiziert werden. Besonders wichtig ist ebenfalls eine ausgeglichene, gesunde Ernährung. Fette Nahrungsmittel sollten eingeschränkt werden, da sie sich negativ auf den Blutdruck und auf die Gesundheit des Herzens auswirken. Auch Alkohol sollte nur in Maßen getrunken werden, wobei neuesten Studien zufolge der Genuss von 0,2 Litern Rotwein pro Tag das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um bis zu 60 Prozent senkt.
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